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Viel Lärm(en) um Nichts

Nicht im eigentlichen Sinne lärmend, sondern doch wohl eher wohlklingend steuert das Orchestre de Chambre de Lausanne das Saisonende an, unter anderen mit Erich Wolfgang Korngolds Suite aus der Bühnenmusik zu Shakespeares 'Much Ado about Nothing' und mit 6 Gesänge op. 13 von Alexander Zemlinsky - beides Werke, die von Charme, Witz und einer tiefen Empfindsamkeit geprägt sind und für gehobene Unterhaltungsmusik zum einen, und für hohe Liedkunst zum anderen garantieren. Zwei Abende fest in österreichischer Hand - am 25.6. und 26.6. in der Salle Métropole in Lausanne.

Jacques Offenbach OEK-Critical Edition 2019

Kaum auf der Zielgeraden der noch laufenden Saison eingebogen, werden die Startblöcke für die kommende schon wieder eingestellt. Ein Ausblick auf 2019 lohnt sich deshalb allemal, zu feiern gibt es beispielsweise sowohl den 200. Geburtstag von Jacques Offenbach als auch '20-Jahre OEK-Critical Edition'. Hilfestellung bei der Programmplanung leistet Boosey&Hawkes/Bote&Bock mit einer Auswahl an Bühnen- und Orchesterwerken und mit der Zurverfügungstellung von Audio Playlists und Online-Partituren. Die ideale Gelegenheit für Bühnen und Orchester, einem der vielseitigsten Komponisten des 19. Jahrhunderts und eigentlichen Begründer der Opéra-bouffe die Reverenz zu erweisen.

Schweizer Musikpreis 2018

Eine erfreuliche Mitteilung erreicht uns noch vor den hoffentlich erholsamen Pfingsttagen: Einer der Gewinner des diesjährigen Schweizer Musikpreises ist der bei Boosey&Hawkes beheimatete Komponist Thomas Kessler; er gilt als Wegbereiter der elektronischen Musik, ist Mitbegründer der etablierten Tage für Neue Musik in Zürich und Mitglied der Komponistenvereinigung Gruppe Neue Musik Berlin. Wir gratulieren sehr herzlich!

The Rake's Progress

'Aus dem Leben eines notorischen Schwerenöters und Bonvivants, der den Reizen der seidenen Halbwelt erliegt, sich die Flügel verbrennt und kläglich abstürzt...', so könnte die Kurzzusammenfassung von Igor Strawinskys The Rake's Progress in etwa lauten. Als zentrale Komposition des modernen Musiktheaters gilt das Werk, welches jedoch gleichsam eine Hommage an die Opera buffa an Bach, Händel und Mozart ist - hochvirtuous und dennoch ganz eigenständig. Eine Musik, auf die man sich einlassen muss ab dem 18.5. auf der Grossen Bühne des Theaters Basel.

Schott journal

Eine Schattendasein fristet die Kammeroper schon lange nicht mehr, ganz im Gegenteil: Im zeitgenössischen Musiktheater hat sich dieses Genre zu einer der beliebtesten Kunstformen gemausert, denn kleinere Besetzungen und Aufführunsgorte wie Foyers, Opernlofts und Studiobühnen ermöglichen ein höheres Mass an Flexibilität und Offenheit, entsprechend lassen sich experimentelle Konzepte viel leichter realisieren. Diese beachtliche Entwicklung wird nun in der jüngsten Ausgabe des Online-Magazins Schott journal entsprechend gewürdigt und eine ebenso beachtliche Auswahl an geeigneten Werken ebenso ausführlich vorgestellt.

Jacques Offenbach 2019/200/20...

Auch 2019 wird für die Musik- und Verlagswelt hoffentlich in jeder Hinsicht ein veritables Jubeljahr werden: Gebührend zu feiern gibt es sowohl den 200. Geburtstag von Jacques Offenbach als auch '20-Jahre OEK-critical edition' - die kritische Gesamtausgabe, welche bei Boosey&Hawkes/Bote&Bock Berlin herausgegeben wird und deren Edition gewissermassen einer Sisyphusarbeit gleich kommt, denn die meisten Autographe der Werke waren seinerzeit in alle Winde zerstreut, originale Orchestermateriale aus Archiven französischer Verleger durch Nachlässigkeit zerstört oder ganz einfach verloren gegangen. Die Mühen, sprich die diversen Rekonstruktionsarbeiten haben sich mehr als gelohnt und lohnen sich als work-in-progress nach wie vor - mehr dazu in der Frühjahrsausgabe von Nota Bene.

UE-Magazin

Einen Blick über den Tellerrand, sprich über Landesgrenzen hinaus zu wagen, zählt im kulturellen Bereich gewissermassen zur Pflicht - allerdings zu einer angenehmen: Einen Hauch von Welt vermittelt beispielsweise das bei Universal Edition herausgegebene digitale Magazin, in welchem aktuelle internationale Produktionen der wunderbaren Werke aus dem Wiener Verlag vorgestellt werden - Die ideale Inspirationsquelle und nur einen Klick entfernt.

Trouble in Tahiti

In diversen Privatwohnungen zu Besuch sein wird eine kleine Theatertruppe des Theaters Basel ab dem 28.3.; in trauter Runde - quasi vom Sofa aus - darf sich eine überschaubare Gästeschar die ganz normalen Widrigkeiten des Beziehungs-und Ehealltags vor Augen und Ohren führen lassen. Ein rasantes Kammerspiel, eine Mischform zwischen Oper und Musical ist Leonard Bernsteins Einakter Trouble in Tahiti, in welchem jazzige Melodien und eingängige Songs im Wechsel mit Arien und dramatischen Szenen Unterhaltung pur bieten und für ein durchaus versöhnlichen Ende gesorgt ist.

Der Spieler

Alles dreht sich um Geld, Schulden und Liebe, um die Existenz schlechthin in der burlesken, tragikomischen Oper Der Spieler von Serge Prokofieff: Ein Konversationsstück gespickt mit Dialogen, Rezitativen und Sprachgesängen, ein durchkomponiertes musikalisches Mosaik, welches von einem riesigen Orchesterapparat und 31 Gesangsstimmen getragen wird. Ab heute in einer Schweizer Erstaufführung bis in den Juni hinein regelmässig zu hören und zu sehen am Theater Basel.

Schott journal - News for Music Makers

Im Jubel, Trubel rund um die Leonard Bernstein-Feierlichkeiten darf Bernd Alois Zimmermann keinesfalls vergessen werden, auch sein Geburtstag jährt sich 2018 zum hundersten Mal. Der Musiker, der sich mit traumwandlerischer Sicherheit zwischen verschiedenen Zeiten, Genres und Stilen des zeitgenössischen Schaffens zu bewegen verstand, als Komponist zwischen den Generationen bezeichnet wurde und bis zum heutigen Tage als einer der einflussreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts gilt, wird nun in der März/April Ausgabe des Schott Journals entsprechend gewürdigt.

Die Wunder der Natur

Dass naturwissenschaftliche Phänomene als Inspirationsquelle für die Schaffung von Choreografien dienen, erstaunt nicht weiter. Überzeugend zu sehen und zu hören ist dies ab dem 13.1. im Opernhaus Zürich mit der Produktion Emergence/Speak for Yourself, in welcher in der ersteren das ausgeklügelte soziale Gefüge eines Bienenvolkes und in der anknüpfenden das Aufeinandertreffen chemischer Elemente vertanzt werden - zu Musik von Steve Reich, Johann Sebastian Bach und Owen Belton.

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